„ROT! Überall nur scheußliches ROT!“, schimpfte das Gelb ganz außer sich. „Du hast ja so Recht“, pflichtete das Blau resigniert bei. „Ich mein, ich mag Rot eigentlich ganz gerne, vor allem, wenn wir uns gegenseitig zu einem knalligen Orange ergänzen.“ „... oder einem kräftigen Lila“, schwärmte das Blau. Das Gelb wütete weiter: „Aber diese Masse ist UNerträglich! Selbst, wenn wir uns zu einem satten Grün zusammentäten … also ehrlich! da würde ja nicht mal ein Braun zu sehen bleiben bei dem ganzen Kack-ROT! Wieso ist das eigentlich hier? Wo kommt das alles bloß her?“ „Es sind die Menschen. Sie tränken mal wieder die Welt mit Blut. Wir müssen Geduld haben und auf den Regen warten. Der wird uns wieder reinwaschen“, entgegnete das Blau. „Da braucht es aber lange und viel Regen!“ Blau stimmte zu: „Auch da hast du wohl Recht.“ „Aber, aber … es regnet hier doch nur spärlich.“ „Auch wieder wahr!“ Gelb wurde sehr traurig: „Und … was jetzt?“
Der Text wurde für den Rheydter Kunstfrühling 2026 geschrieben. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Was jetzt?“
"Düster bis Stürmisch"