Ein Sommertag, die Sonne steigt
und Schwalben schwirren durch das Blau
des Himmels, der sich heiter zeigt.
Als ich aus meinem Fenster schau,
die milden Winde im Gesicht,
erblick ich, fern, ein tiefes Grau.
Man sieht die Wasserwand noch nicht;
erst kommt der Donner, dann die Nacht
wie Gottes eignes Strafgericht.
Auftürmt die Flut zu voller Pracht,
erhebt sich, wie zum Sprung bereit,
und donnert auf das Land mit Macht.
Sie hat gespült, doch nicht befreit,
sie lässt, nachdem sie sich verzweigt,
nur Schutt und Trümmer weit und breit.
Der Text wurde für den Rheydter Kunstfrühling 2026 geschrieben. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Was jetzt?“
"Düster bis Stürmisch", "Terzine"